Viktoria-News



Montag 3. März 2008

Viktoria schaut nach unten, Abstiegskampf wieder eröffnet

Mannschaft: Erste Männer

Von: Thomas Lehne

Die Austragung des Punktspiels zwischen Glienick und Gussow fand an der Grenze des Zumutbaren statt. Wie wahrscheinlich auf allen anderen Fußballplätzen des Landes herrsche eine etwas zugige Stimmung. Viktoria, nach dem ersten Rückrundenspiel verunsichert, versuchte von Beginn an das Heil in der Offensive zu suchen. In der ersten Minute kam Torjäger Hildebrandt in gute Position, vergab aber. Glienick nutzte die erste Chance leider in der 2’ zum 1:0 durch Ribbecke. Vorangegangen waren ein katastrophaler Stellungsfehler von Tischer und eine gute Rettungsaktion von Kerst, der den ersten Schuss aus 6m noch parierte, gegen den Nachschuss dann machtlos war. Viktoria war dadurch nicht groß verunsichert, jedoch wurden in den ersten 25’ starke taktische Defizite erkennbar. Das Mittelfeld stand zu tief und die Abwehr hatte keine Möglichkeiten, abgewehrte Bälle zu verarbeiten. In dieser Phase führte eine solche Aktion zum 2:0 durch Selger in der 16’. Der abgewehrte Ball nach einer Standartsituation landete bei 18 m beim Torschützen, der direkt abzog. Erst nachdem sich Philipp als Mittelfeldspieler verstand und weiter vorne operierte fand die zentrale Deckung den Rhythmus. Von der 26’ bis 35’ konnten vier Chancen notiert werden, alle nicht 100% z.T. trotzdem fahrlässig vergeben. Ein Kuriosum aus der ersten Hälfte: In der 7’ schoss Selger einen Freistoß so eigenartig, dass der Ball Richtung Himmel stieg und zu ihm zurückgeweht wurde. Er nahm den Ball an, passte zu seinem Mitspieler, der zum umjubelten vermeintlichen 2:0 vollendete. Wie bekannt darf der Ausführende bei Standartsituationen den Ball nicht zweimal hintereinander berühren. Dem sehr gut aufgelegten Schiedsrichter Schwarz ist das nicht entgangen und entschied auf Freistoß. Das sieht auch nicht jeder Schiri. Nach der Halbzeitpause verstärkte Viktoria den Druck und kam nach gelungener Kombination zwischen Lea und Tischer, der den Ball an den Pfosten spitzelte zum Anschluss durch Hildebrandt per Abstauber(57’). In der 64’ dann die einzige 100% Torchance wieder durch Hildebrandt, der im 1:1 Torwart Thiem unterlegen war. Anschließend versuchte Viktoria viel, schloss aber häufig ineffektiv ab. Die letzten gefährlichen Aktionen wurden meistens über die linke Seite vorgetragen, wo Redlich mehrere Flanken ansetzen konnte. Die Entscheidung dann in der 87’ als John einen Konter zum 3:1 abschloss. Fazit bleibt, dass Glienick aufgrund der ersten Viertelstunde der etwas glückliche Sieger war. Das Chancenverhältnis war ausgeglichen. Ein Punkt wäre für Viktoria verdient gewesen.

Der Mannschaft von Viktoria machte vor dem Spiel am meisten die Ansetzung des Schiedsrichters Noro Schwarz Sorgen. Diese Sorgen waren jedoch absolut unbegründet. SR Schwarz leitete das Spiel absolut souverän und ausgewogen. Er ahndete alle Kleinigkeiten, was den Spielfluss zwar etwas hemmte (wenn so etwas überhaupt zu Stande kam), dieses aber auf beiden Seiten gleich. Es war sein Verdienst, dass er ohne Karten auskam. Glückwunsch an dieser Stelle vom Trainer der Viktoria, Thomas Lehne