Viktoria-News



Montag 25. Februar 2008

Schlechte Rückrundenvorbereitung „zahlt sich aus“ (17. Spieltag)

Mannschaft: Erste Männer

Von: Thomas Lehne

Um es vorweg zu nehmen, das Schönste an diesem Sonntagnachmittag war das Wetter. Viktoria fand anfänglich recht gut ins Spiel und hatte, wie schon im Hinspiel, klare Feld- und Chancenvorteile. So ließ Hofmann bereits in der 3. min eine Großchance und in der 5’ Hildebrandt sowie in der 10’ Baarß gute Möglichkeiten aus. In der 15’ fand Senzig erstmalig in der Gussower Hälfte statt, wobei Förster die Abwehr überlief und aus spitzem Winkel in die kurze Ecke abschloss. Eine Minute später waren sich Neujahr und Briesenick uneins und die Verwirrung nutzte Habermann zum 0:2.

Viktoria danach unsicher und weiterhin Meister im auslassen von Chancen. Auch die gesamte Defensivabteilung, soweit man an diesem Tag davon sprechen kann, hatte in der ersten Halbzeit einen rabenschwarzen Tag und gewann ledig ca. 20% der Zweikämpfe. Als in der 31’ Karl im Anschluss an eine Ecke und Verwirrung im Strafraum aus kurzer Distanz zum 0:3 abschloss waren die Zuschauer am Strandweg konsterniert (soweit Anhänger von Viktoria).
Glücklicherweise hatte nicht nur Viktoria heute seinen Torwart vergessen, sondern auch Senzig. Eine harmlose Ecke von Tischer ließ Sänger durch die Hände gleiten und der Ball trudelte ins Netz. Es folgte ein der ersten Halbzeit noch jeweils eine Großchance die vergeben wurden. Zur zweiten Halbzeit wurde die Hintermannschaft von Viktoria umgestellt und das Mittelfeld verstärkt. Dieses zeigte auch seine Wirkung. In der 50’ schloss Hildebrandt zum 2:3 ab. In der 59’ glich derselbe Spieler zum 3:3 aus. Wer nunmehr einen Sturmlauf der Gastgeber erwartet hat, sah sich getäuscht.

Viktoria verfiel sofort wieder in das lethargische Spielmuster. Folgerichtig bekam Senzig das Spiel wieder einigermaßen in den Griff. In der 75’ spielte Richter, einen völlig harmlosen langen Ball mit der Hand. Den fälligen Strafstoß
verwandelte Förster zum 3:4. Viktoria gab sich aber nicht geschlagen. In der 83’ köpfte Reiss eine Ecke von Tischer harmlos auf das Tor, freute sich jedoch im Anschluss über den katastrophalen Torwartfehler, der ihm das seltene
Ereignis eines Kopfballtores ermöglichte. Damit war ab immer noch nicht Schluss. In der 85’ schoss Förster aus ca. 25m auf das Gussower Tor. Torwart Kerst, an diesem Tag nahezu dauerhaft undisponiert, lenkte den Ball an die Querlatte.

Den Abpraller verwertete Janscher zum 4:5. Vom Anstoß weg spielte Viktoria über fünf Stationen, bis Hildebrandt frei zum Schuss kam und das letzte Tor des Tages erzielte. Nimmt man alle fußballerischen Aspekte und Indikatoren zusammen, so hätte Viktoria den Sieg verdient gehabt (19.5 Ecken, 20:7 Torchancen). Insgesamt bleibt festzustellen, dass diese Leistung beider Mannschaften eigentlich nur mit Abstiegskampf belohnt werden kann.
Schiedsrichter Tony Friedemann leitete das Spiel souverän und ließ sich auch durch die aufkommende Hektik nicht beeinflussen.